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Seitwärtstrend bei den M&A-Aktivitäten hält an
Die weltweiten M&A-Aktivitäten erholen sich auch im zweiten Quartal 2010 nicht nachhaltig. So erreichte der ZEW-ZEPHYR M&A-Index im Juni 2010 einen Stand von 118 Punkten. Damit liegt er zwar weiterhin über seinem Startniveau von 100 Punkten vom Januar 2000, aber immer noch deutlich unter seinem langjährigen Mittel von 126 Punkten. Zum Ende des ersten Quartals (März 2010) hatte der Index 123 Punkte verzeichnet. Trotz positiver Konjunkturprognosen ist seit einem halben Jahr ein Seitwärtstrend bei den weltweiten Fusionen und Übernahmen zu beobachten. Anzeichen für eine deutliche Belebung des M&A-Geschäfts gibt es derzeit nicht. Im zweiten Quartal 2010 wurden weltweit 1.553 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 208 Mrd. Euro abgeschlossen. Im ersten Quartal 2010 waren es 1.693 Transaktionen mit einem Gesamtwert von rund 200 Mrd. Euro. Eine der wesentlichen Transaktionen im zweiten Quartal auf dem deutschen M&A-Markt ist die Beteiligung von Qatar Holding an Volkswagen mit einem Transaktionswert von 4,2 Mrd. Euro. Abwartendes Verhalten und das Hoffen auf gute Gelegenheiten neutralisieren die weiterhin hohe Liquidität. Einer schnellen Erholung des M&A-Marktes steht dies entgegen. Ausschlaggebend für die weitere Entwicklung des M&A-Geschäfts wird die Risikoeinschätzung des Gesamtmarktes durch die Kapitalgeber sein, bis dahin werden strategische Übernahmen und Trade Sales dominieren. Dabei versteht man unter einem Trade Sale den Verkauf eines meist jungen Unternehmens durch das Management und beteiligte Finanzierungsgesellschaften an ein anderes Unternehmen. Der ZEWZEPHYR M&A-Index wird monatlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und Bureau van Dijk (BvD) berechnet. Er bildet die Entwicklung abgeschlossener Fusionen und Übernahmen weltweit ab.
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