In den 90er-Jahren strömten sie schon fast scharenweise nach Deutschland; nun kehren viele dem Land wieder den Rücken zu: die Private Equity Unternehmen. Ihre Erwartungen, dass die Entflechtung der Deutschland AG und die Zerlegung und Neuordnung der großen Staatsunternehmen zu einem umfangreichen und nachhaltigen Dealflow für sie führen würden, haben sich kaum erfüllt. Im Jahr 2002 gab es nach Aussage des britischen Center for Management-Buy-Out Research gerade einmal Transaktionen im Wert von 5.8 Mrd. Euro (nach 7.4 Mrd. Euro im Vorjahr). In Frankreich war das Volumen knapp doppelt so hoch in Großbritannien lag es bei 24 Mrd. Euro. Parallel dazu ging auch das Kapital erheblich zurück, das Investoren für die Private Equity Funds zur Verfügung stellen. Manch ein Private Equity Unternehmen hat deshalb in Deutschland seine Pforten geschlossen (z.B. Alchemy) oder zumindest seine Kapazitäten deutlich reduziert (z.B. 3i) bzw. restrukturiert (z.B. MBO der Deutschen Bank). Die Gründe hierfür sind vielfältig:
Großfusion: Nordmilch und Humana planen Zusammenschluss
Die beiden größten deutschen Molkereien Nordmilch AG und Humana Milchindustrie GmbH wollen sich per Januar 2011 zu einem Unternehmen zusammenschließen.
Milliardenübernahme: Aryzta kauft Fresh Start Bakeries und Great Kitchens
Der Schweizerische Tiefkühl- und Convenience- Backwarenkonzern Aryzta AG mit Sitz in Zürich übernimmt die amerikanische Firma Fresh Start Bakeries Inc. mit 29 Produktionsstätten und 3 Joint Ventures weltweit sowie den Pizzahersteller Great Kitchens Inc. Den Kaufpreis beziffert das Züricher Unternehmen auf 1,08 Mrd. US-$.